Informationen über Dubai - Land und Leute
Das
Emirat Dubai liegt auf der Arabischen Halbinsel am Persischen
Golf und ist mit 3885 km² und 1,32 Mio. Einwohnern zweitgrößte der VAE. Der Name bedeutet
übersetzt „ Treffpunkt“. Der Herrscher von Dubai, Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum, ist
Vizepräsident und Premierminister der VAE (Staatsoberhaupt ist der
Emir von Abu Dhabi). Das dominierende Zentrum des
Emirats ist die Stadt Dubai. Das
Emirat erstreckt sich von dort ins Landesinnere zwischen Abu
Dhabi im Südwesten und Sharjah im Nordosten. Die Exklave
Hatta liegt im Gebirge an der Grenze zu Oman. Der größte Teil
des
Emirats besteht aus Wüste.

Da ca. 99 % der Einwohner des Emirats Dubai in der Stadt Dubai (manchmal zur Abgrenzung vom Emirat Dubai als Dubai-Stadt bezeichnet) leben, spielt sich hier nahezu das gesamte wirtschaftliche, soziale und politische Leben des Emirats ab. Daher ist die Unterscheidung zwischen Emirat und Stadt nur selten erforderlich.
Dubai ist vor allem für seine vielen spektakulären Bauprojekte wie Wolkenkratzern,
Einkaufszentren, künstlich angelegten Inseln und Vergnügungsparks bekannt. An keinem anderen Ort
der Welt entstanden in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts so viele weltweit Aufsehen erregende
Bauwerke wie in Dubai. Obwohl das Erdöl für Dubai der entscheidende Wirtschaftsfaktor bleibt, wurde
der Tourismus in den letzten Jahren sehr forciert. Ausgangspunkt dafür war der Bau des Luxusresorts
Madinat Jumeirah, des Hotels Burj Al Arab und des Jumeirah Beach Hotels welche der Jumeirah Group,
einer Hotelkette im Besitz der Herrscherfamilie von Dubai, der Al Maktum, angehören. Weitere
wichtige Hotels sind das Grand Hyatt Dubai, das The Ritz Carlton Dubai das Crowne Plaza Dubai, und
das
One & Only Royal
Mirage sowie die Jumeirah Emirates Towers. Dubai hat eine Kapazität von rund 25.000 Hotelbetten.
Unter anderem mit dem Bau von Bawadi (arab. „Wüsten“), einem neuen 10 km langen Stadtteil in
Dubai, der an Las Vegas erinnert, wird die Kapazität auf ca. 54.000 Betten steigen. Von den 29.000
Betten in Bawadi liegen allein 6.500 im Asia-Asia-Hotel, welches nach seiner Fertigstellung das
größte Hotel der Welt sein wird. Im Herbst 2008 wird das neue Hotel Atlantis eröffnen, welches auf
den Palmeninseln stehen wird und 2.000 Zimmer besitzen soll. Seit Juni 2007 gehört der ehemalige
Luxusliner Queen Elizabeth 2 der britischen Cunard Reederei Dubai. Sie wird 2008 zu einem
schwimmenden Hotel der Premium Klasse, sowie einem Einkaufsparadies umgebaut und wird dann nahe der
Palm Jumeirah vor Anker liegen. Des weiteren wird dort ein Museum zur Geschichte des Schiffes
eingerichtet.
Die Stadt liegt am Nordrand des
Emirats
Dubai; sie wird geteilt durch den Dubai
Creek , der entgegen der weit verbreiteten Meinung kein Fluss
ist, sondern eine schmale und nur wenige Kilometer lange Bucht des Persischen Golfs. Früher
befanden sich hier die damals unabhängigen Städte Deira auf der Nord- und Bur Dubai auf der
Südseite. Brücken befinden sich nur etwas abseits vom Ortskern; Fußgänger werden mit kleinen
Personenfähren (Abras) auf die andere Seite transportiert.
Die Stadt erstreckt sich vor allem nach Süden entlang des Strandes von Jumeirah und der Scheich-Said-Straße, da Dubai im Norden direkt an Scharjah grenzt. Im jenseits der Grenze liegenden Scharjah wohnen viele der in Dubai beschäftigten Arbeitnehmer wegen der günstigeren Mieten.
Das Wochenende in Dubai und den VAE, früher Donnerstag / Freitag, ist seit September 2006 auf Freitag-Samstag verlegt. Alle staatlichen und öffentlichen Institutionen, Regierungseinrichtungen sowie Privatschulen sind an die neue Regelung gebunden. In Dubai sind, wie auch im Rest des Landes, die Emirater in der Minderheit. Ca. 85 % der Einwohner sind Ausländer, von denen die meisten aus Südasien, Südostasien oder dem Nachbarland Iran stammen.
Bauwerke
An keinem anderen Ort der Welt entstanden in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts so viele weltweit Aufsehen erregende Bauwerke wie in Dubai.
Der Grund für den Bauboom ist aber weniger staatliche Förderung; fast alle Projekte werden von privaten Investoren getragen. Ursächlich sind vielmehr die wenigen Bauvorschriften und wie bei allen Investitionen, die Erwartung zukünftiger Gewinne. Baugenehmigungen für Großprojekte erteilt der Emir persönlich nach seinen Vorstellungen und ohne Umweltverträglichkeitsprüfungen oder langwierige Bürgerbeteiligung. Der Grund für die große Gewinnerwartung der Investoren ist, dass der > Dubai zu einer prosperierenden globalen Metropole entwickeln will, vergleichbar mit Singapur. Die Bautätigkeit weckt das Interesse von Touristen und Geschäftsleuten und demonstriert eine prosperierende Wirtschaft. Insgesamt wurde in den letzten Jahren mit dem Bau von weit über 200 Wolkenkratzern mit mehr als 100 Metern Höhe begonnen, davon 20 mit über 300 Metern Höhe.
Ehrgeizige
Hotelprojekte haben Dubai bekannt gemacht, vor allem das Wahrzeichen der Stadt, der 321 Meter
hohe Burj al Arab in Form eines Segels, mit "sieben Sternen" eines der luxuriösesten Hotels der
Welt, das höchste der Welt und vermutlich inzwischen auch das bekannteste. Ebenfalls weithin
sichtbar sind die Emirates Towers, der höhere der beiden Türme misst 355 Meter. Auf einer der
Palmeninseln (engl. Umschreibung: Palm Islands) soll zudem Atlantis Dubai errichtet werden, ein
riesiges Luxushotel mit 2000 Zimmern.
Vor der Küste der Stadt wurden und werden große künstliche Inseln mit Luxusvillen, Jachthäfen und Golfplätzen aufgeschüttet: die Palm Islands, jeweils in Form einer Palme, und The World Dubai, eine künstliche Inselgruppe in Form der Weltkarte. In Planung befindet sich Dubai Waterfront, das 750.000 Menschen ein Leben am Wasser ermöglichen soll und größer würde als Manhattan, sowie die Jumeirah Inseln, 50 künstliche Inseln mit jeweils 16 Villen.
Der sich schon im Bau befindliche Burj Dubai wird nach seiner Fertigstellung 2008 mit seiner noch geheim gehaltenen Höhe, welche aber vermutlich zwischen 800 und 1000 m liegt, das mit Abstand höchste Bauwerk der Welt werden und somit neben allen anderen Wolkenkratzern auch alle Fernsehtürme und Sendemasten deutlich überragen. Er wird den Mittelpunkt des neuen Stadtzentrums Downtown Dubai bilden, in dem dann ab Ende 2007 auch eines der größten Einkaufszentren der Welt stehen soll, die Dubai Mall.
Die derzeitigen Freizeitparks Wonderland und werden 2008 starke Konkurrenz durch DubaiLand bekommen, dem dann größten Freizeitpark der Welt, in dem mit dem das größte Riesenrad der Welt sowie mit der Mall of Arabia das dann größte Einkaufszentrum der Welt entstehen sollen. Teil von DubaiLand ist der Wasser-Vergnügungspark Aqua Dubai. In Betrieb ist bereits die Skihalle Ski Dubai.
Ein weiteres Megaprojekt ist die , welcher ein geplanter Stadtteil für 100.000 Menschen ist. Gegenüber der Dubai Marina , gleich neben der Sheikh Zayed Road, sind die Jumeirah Lake Towers. Gegenüber der Dubai Festival City, direkt am , entsteht der neue Stadtteil, das Culture Village. Bis zum Jahre 2010 wird The Lagoons am berühmten Dubai Creek entstehen. Als eine weltweite Kooperationsinitiative - in Anlehnung an das kalifornische Silicon-Valley - ist Dubai Silicon Oasis angelegt. The Falcon City of Wonders ist eine Stadt mit Repliken der sieben Weltwunder plus modernen Wundern wie den Eiffelturm und das Taj Mahal. Ein weltweit anerkannter Finanzplatz konnte mit dem Internationalen Finanzzentrum Dubai (Dubai International Financial Centre, DIFC) entwickelt werden. Innerhalb der Stadt Dubai wurde die Dubai Business Bay als neue „Stadt“ entwickelt.
Das neueste in Dubai geplante Großprojekt trägt den Namen Bawadi (Wüsten) und wird in seiner Einzigartigkeit an die Tourismusmetropole Las Vegas erinnern. Auf einer Länge von ca. 10 Kilometern werden im neuen Stadtteil Bawadi 31 neue Hotels entstehen – unter ihnen auch das mit 6.500 Zimmern größte Hotel der Welt „ Asia-Asia“ .
Das Emirat erwartet im Jahr 2010 ca. 15 Millionen Touristen und versucht mit Großprojekten wie „Bawadi“ die Kapazitäten der Wüstenmetropole gezielt zu erweitern. Aktuelle Schätzungen besagen, dass bis zum Jahr 2010 ca. 30.000 neue Hotelzimmer hinzukommen werden und sich mit dem Bawadi-Projekt die Zimmerkapazität in Dubai mehr als verdoppeln wird. Für die Folgejahre ist sogar eine weitere Steigerung der Kapazität auf 80.000 Zimmer geplant.
Die Gesamtkosten für Bawadi werden auf ca. 20 Milliarden Euro geschätzt. Bawadi ist Teil des Entwicklungskonzepts " " und liegt ca. 8 Kilometer landeinwärts des Burj Al Arab. Mit zahlreichen weiteren Projekten wie z. B. der City of Arabia ist das zusammen mit der Entwicklung des neuen internationalen Flughafens in Jebel Ali das größte Bauvorhaben des Emirats .
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das Madinat Theater gleich neben dem Burj Al Arab ist eines der neuen Höhepunkte in Dubai. Hier werden bedeutende Konzerte aufgeführt, hier findet das Dubai International Film Festival statt, aber auch berühmte Opern- oder Ballettaufführungen wie Schwanensee oder der Wiener Opernball in Dubai. Weiter gibt es im Crown Plaza Hotel das berühmte Streetwise Theater aus London. Dubai möchte den vielen Ausländern auch was die Kultur anbelangt eine Heimat bieten und investiert viel in die Kultur. So entsteht am historischen Creek die Dubai Festival City, Unterhaltung und Wohnen werden hier zusammengeführt, eine Stadt in der Stadt, trendige Bars und Restaurants, Sportaktivitäten, ein 18 Loch-Golfplatz (Al Badia Golfresort), eine Festival Marina (ein luxuriöser Yachthafen), ein sogenannter Autopark (hier soll der Autokauf zum Erlebnis werden), Hotels wie das Four Seasons Hotel, InterContinental Hotel, Crown Plaza Hotel und ein Boutique Hotel. Ebenfalls hier entstehen soll ein Opernhaus der Spitzenklasse.
Sonstige Sehenswürdigkeiten
In der Innenstadt sind dies vor allem der Dubai Creek mit den alten Daus und der Gewürz-Souk, wo Gewürze aus aller Herren Länder verkauft werden. Die zahlreichen kleinen Schmuckhandlungen im Gold- Souk lassen die ganze Straße in leuchtendem Gold erstrahlen. Auf der Südseite des Creeks befindet sich die renovierte Altstadt von Bur Dubai, der Old Souk. Bekannt ist Dubai auch für seinen Emirates Golf Club, in dem jährlich ein PGA-Turnier ausgetragen wird.
Shopping
Die geringen Steuern und die Nähe zu den Herstellermärkten machen Dubai zu einem Einkaufsparadies: Günstig zu erwerben sind vor allem Elektronikprodukte aller Art und Goldschmuck. Außerdem gibt es zahlreiche Boutiquen von Edelmarken der Modewelt. Klassische Einkaufsstraßen spielen nur eine untergeordnete Rolle: Die meisten Geschäfte befinden sich in Malls nach amerikanischem Vorbild. Eines der größten Einkaufszentren der Stadt ist die Mall of the Emirates. Weitere große Einkaufszentren sind das Dubai Design Center und der Souk Madinat Jumeirah, ein im Stil eines alten arabischen Palastes gehaltener Komplex mit Kanälen und zahlreichen Restaurants. Einmal im Jahr im Januar/Februar wird das Dubai Shopping Festival veranstaltet. In zahlreichen Malls und Geschäften werden dann Designer-Kleidung, Elektronik und viele andere exklusive Waren mit echten Nachlässen von bis zu 70 % verkauft.
Wirtschaft
Dubais außerordentliches Wachstum während der letzten Jahrzehnte ist vor allem der sehr liberalen Wirtschaftspolitik zu verdanken. Es gibt nur wenige Vorschriften, die den Wirtschaftsverkehr beschränken. Die Umweltschutzauflagen sind gering, eine Kontrolle der Finanzen und des Geschäftsverkehrs findet kaum statt. Zudem gilt Dubai als Steuerparadies: Es werden keine direkten Steuern, insbesondere keine Einkommensteuer und mit Ausnahme der Geldinstitute und der Erdölindustrie keine Unternehmenssteuern erhoben. In den Freihandelszonen (z. B. Jebel Ali Free Zone, Dubai Healthcare City) erhalten Investoren eine für 50 Jahre garantierte Steuerfreiheit.
Mineralölwirtschaft
Die Erdölvorkommen haben den Boom Dubais begründet und haben die gewaltigen Infrastruktur-Investitionen der letzten Jahrzehnte trotz niedriger Steuern erlaubt. Doch die Ölvorkommen des Emirats sind begrenzt; man schätzt, dass sie zwischen 2015 und 2030 erschöpft sein werden. Daher versucht Dubai bereits seit längerem, vom Erdöl unabhängig zu werden und stattdessen in den Bereichen Handel, Finanzen und Tourismus zu wachsen. Dieser Plan hat bislang funktioniert: Nur noch etwa 7 % des Bruttoinlandsproduktes stammen aus der Erdölindustrie.
Handel
Dubai gilt als eines der größten Handelszentren Asiens. Dazu trägt die günstige geographische Lage entlang des See- und Luftweges von Asien nach Europa, die großzügigen und modernen Hafenanlagen Mina Rashid und Jebel Ali, der große und moderne Internationale Flughafen Dubai und die drei Freihandelszonen Jebel Ali, Dubai Internet City und Internationales Finanzzentrum Dubai bei.
Der bereits im Bau befindliche Internationale Welt-Zentral-Flughafen Dubai soll jährlich 120 Millionen Menschen abfertigen können. Um den Flughafen herum soll eine Handelsstadt entstehen. Der Handel hat in Dubai eine lange Tradition. Schon seit Jahrhunderten legen im Creek die traditionellen Daus an, um Waren aus Indien und China auf die arabische Halbinsel zu bringen.
Fernverkehr
Der Dubai International Airport ist mit einer Kapazität von 70 Mio. Passagieren im Jahr das bedeutendste Luftverkehrskreuz zwischen Europa und Asien und wird von über 100 Airlines angeflogen. Der geplante Dubai World Central International Airport soll mit einer Kapazität von 120 Mio. Passagieren im Jahr den Internationalen Flughafen Dubai unterstützen. In Dubai ist der Hauptsitz der Fluggesellschaft Emirates.
Desweiteren hat Dubai den bedeutendsten Hafen am Persischen Golf. Nicht nur Handels-, sondern auch Passagierschiffe – vor allem Kreuzfahrtschiffe - verbinden Dubai so per Seeweg mit der ganzen Welt.
Nahverkehr
Der öffentliche Personenverkehr beschränkt sich auf ein Busliniennetz und Taxis. Letztere sind preiswert und in der Regel zahlreich vorhanden. Schienenverkehr gibt es nicht. Trotz vieler Staus fahren die meisten Einwohner mit dem Auto, nicht zuletzt auch dank der sehr günstigen Kraftstoffpreise. Außerdem hängt den öffentlichen Verkehrsmitteln das Image an, ein Arme-Leute-Verkehrsmittel zu sein, unter anderem, da eine beliebige Fahrt meist nur 50-80 Eurocent kostet. Bereits im Bau ist die Dubai Metro, eine U- und S-Bahn, die unter anderem den internationalen Flughafen Dubai und den Internationale Welt-Zentral-Flughafen Dubai mit der Innenstadt, aber auch von Jebel Ali und Deira verbinden soll. Die Fertigstellung erfolgt 2009 bis 2011.
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